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Der Bramwald
Die Nachfolgende Informationen wurden von Herrn Georg Hoffmann,
Ortsheimatpfleger der Gemeinde Bühren, zur Verfügung gestellt.

Der Bramwald



Allgemeine Informationen

Der geschlossene Waldkomplex des Bramwaldes umschließt rund 8500 ha, wovon 3794 ha als Staatsforst den Ländern Niedersachsen und Hessen gehören.
Seine Fläche erstreckt sich nördlich der Stadt Hann. Münden über ca. 20 km als geschlossenes Waldgebiet und bildet den östlichen Hang der Oberweser. Eingegrenzt vom Muschelkalk des Brackenberges im Süden und dem Schwül-metal im Norden. Im Westen bilden die Talwiesen der Weser, im Osten land-wirtschaftliche Nutzflächen der Dransfelder Hochebene die Grenzen. In der Breite erstreckt er sich zwischen 2 und 6 Km.
In beachtlichen Steilhängen steigt er aus dem Wesertal 105 m ü. NN bis hin-auf zur höchsten Erhebung, dem Totenberg auf 410 m ü. NN an. Das eigent-liche Waldgebiet ist unbewohnt, nur an seinen Rändern haben sich Orte ange-siedelt.

Aus der Geschichte des Bramwaldes

Seinen Namen trug der Bramwald als „Grenzwald“ möglicherweise schon lange, bevor er die Grenze zwischen den germanischen Stämmen der Chatten und der Sachsen bildete. Im 5. Jahrhundert vor Chr. ist der Bramwald ein relativ undurchdringbarer Urwald gewesen.

Zahlreiche Zeugen aus der Siedlungsgeschichte dieses Gebietes wie Stein-schmieden, Köhlerplatten, Waldglashütten, Eisenhämmer, Wüstungen, Schanzen und Burganlagen, Eichenkämpe und Hügelgräber geben einen Einblick in die vergangenen Jahrhunderte.

Umfangreiche Eichen- Hutewaldbestände erinnern an die Zeiten der Wald-weide.

Dieser Mittelgebirgszug mit seinem landschaftsprägenden Buchenwald liefert den wertvollen Rohstoff Holz, der in seinen besseren Qualitäten inzwischen bis nach Ostasien exportiert wird.

Die zum Teil renaturierte Nieme, das Steimketal und der Naturwald Totenberg bilden das Herzstück des Bramwaldes und bieten dem Natur- und Artenschutz beste Bedingungen.

Das 41 qkm große Gebiet des Nieme- Bachsystems weist eine Länge von 18 Km auf und ist geprägt von Bach-Erlen-Auenwäldern und artenreichen Wiesen-tälern.

Das Naturschutzgebiet „Totenberg“ mit seinem über 140jährigen Buchen-bestand umfasst eine Fläche von ca. 420 ha. Davon dürfen 343 ha „Naturnaherwald“ unter Auflagen bewirtschaftet werden. 82 ha des Kernbereiches sind zum „Naturwald“ erklärt. Dieser Bereich ist durch Schilder gekennzeichnet, das Betreten ist streng verboten. Hier gilt auch das generelle Nutzungsverbot, denn dieser Hochwald wird sich selbst überlassen.

Die vielfältige Bestandsstruktur des Bramwaldes, das Nebeneinander von kleinen und großen Beständen unterschiedlichsten Alters, bietet einer arten-reichen Tierwelt den Lebensraum. Neben den typischen Waldbewohnern ist der Schwarzstorch, auch der Weißstorch im Wesertal bei Vaake, Eisvogel, Kolkrabe, Wanderfalke und die Wildkatze zu beobachten.

Seinen rund 120 z.T. ergiebigen Quellen entspringt ein sehr weiches Trink-wasser. Heute versorgen zahlreiche Tiefenbohrungen im Bramwald die Stadt Münden, sowie die Samtgemeinde Dransfeld mit hochwertigem Trinkwasser.

Ein umfangreiches Forstwegenetz mit z T ausgewiesenen Rund- und Fern-wanderwegen, (X4 Frau Hollepfad) sowie einigen Waldparkplätzen erschlie-ßen das Gebiet für Wanderer, die hier ein "Paradies" der Stille und Erholung vorfinden, um abseits vom Altagsstress und in Muße die Kulturlandschaft des Bramwaldes zu durchstreifen.

Der Bramwald ist nicht nur ein ökologisch wertvoller Naturraum, sondern auch eine interessante, historisch gewachsene Kulturlandschaft.

Eine gute und einfache Möglichkeit die Landschaft zu erkunden bietet der Rundwanderweg: „Von Bühren durch die Kultlandschaft im südlichen Bramwald“.

Er wird zu Beginn in Bühren auf einer Wandertafel beschrieben, dazu ist auch ein Faltblatt an der Übersichtstafel am Ortsausgang von Dankelshausen kommend und bei der Touristinformation Dransfeld am Campingplatz erhältlich.


-Anm. ein höherwertiges Dokument steht in kürze online

Die leichte Wanderstrecke hat eine Länge von 12,5 Km.


Darüber hinaus bietet der „Kulturpfad Bühren“ einen 2,5 km langen Spazier-gang in die Kultur, Landschaft und Geschichte von Bühren. Die 11 Stationen werden auf Tafeln und in einem Begleitheft (erhältlich am Buswartehäuschen am Tie) beschrieben. Der Weg ist durch Symbole gekennzeichnet.
Beide Wege beginnen in der Ortsmitte am Tieplatz gleich neben der Kirche.

Geführte Wanderungen im Bereich der Samtgemeinde Dransfeld bieten die
Heimatfreunde Bühren an.

Wolfgang Hanikl Tel: 05502-2928 oder Georg Hoffmann 05502-2342




Für weitere Auskünfte stehe ich gern zur Verfügung



Georg Hoffmann
Ortsheimatpfleger der Gemeinde Bühren
Tiestraße 18
37127 Bühren
Tel: 05502-2342
gg.hoffmann@gmx.de
Oder besuchen sie uns auf unserer Homepage: www.buehren.de


Weitere Informationen



Brandschutzübung im Bramwald bei Ellershausen

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